

Flexodruck - Fachartikel

Der Name ist Programm
Prof. Dr. Martin Dreher in: Werbeartikel Nachrichten
Schnelle Auftragsbearbeitung, geringe Einrichtungskosten sowie kleine bis kleinste Auflagen sind obligatorische Voraussetzungen in der Werbeartikelbranche. Viele Unternehmen setzen hier auf das Flexodruckverfahren insbesondere, wenn es um Verpackungen und Etikettierungen geht.
Martin Dreher, wissenschaftlicher Leiter des DFTA Flexodruck Technologiezentrum in Stuttgart, erklärt die Vorteile des Flexodrucks und gibt einen Ausblick auf weitere Entwicklungen.
Was den Flexodruck so stark macht, ist seine Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit an die ständig wechselnden Anforderungen des Verpackungsdruckmarktes.
Der Flexodruck ist eine Variante des Hochdruckprinzips, bei dem die druckenden Teile der Druckform, wie bei einem Stempel, erhaben sind. Allerdings verwendet er im Gegensatz zum althergebrachten Buchdruck, wie ihn Johannes Gutenberg angewendet hat, weiche, elastische Druckformen. Daraus entspringen zahlreiche Vorteile gegenüber dem Buchdruck, aber auch gegenüber anderen Druckverfahren.
Als relativ einfaches, aber dennoch qualitativ hochwertiges Druckverfahren hat sich der Flexodruck zwischen dem Offsetdruck und dem Tiefdruck sehr erfolgreich positionieren können. Der Tiefdruck, der ein noch einfacheres Druckprinzip aufweist als der Flexodruck, leidet an seiner aufwendigen, langwierigen und letztlich kostspieligen Druckformherstellung und kann nur eine sehr eingeschränkte Auswahl an Substraten bedrucken, die dann auch noch höher veredelt sein müssen.
Der Offsetdruck hat den Vorteil, dass Druckformen relativ einfach, schnell und kostengünstig hergestellt werden können. Er ist jedoch ein bei weitem komplexeres Druckverfahren als der Flexodruck, mit deutlich eingeschränkter Substrat-Palette, zahlreichen Unwägbarkeiten, hohem Regelaufwand, dementsprechend größeren Schwankungen in der Konstanz und höheren Ausschussraten als der Flexodruck.
Beiden Druckverfahren gegenüber hat der Flexodruck den unschätzbaren Vorteil, die unterschiedlichsten Materialien von einfachen Papieren bis zu Laminaten und von Kunststofffolien bis zur Wellpappe bedrucken zu können. Kein anderes industrielles Druckverfahren hat eine ähnlich große Bandbreite. Damit ist der Flexodruck das Verpackungsdruckverfahren für jeden Bedarf an Materialart, Menge und Druckqualität. Darüberhinaus setzt er hinsichtlich der Umweltfreundlichkeit Maßstäbe.
Ein besonderer Vorteil des Flexodrucks ist die Vielfalt der Ausgestaltungen von möglichen Druckformen. Wo andere Druckverfahren nur einen sehr geringen Gestaltungsspielraum bieten, kann der Flexodruck mit einer großen Vielfalt von Materialien aufwarten, die als Druckform einsetzbar sind. Angefangen bei den traditionellen Gummi-Elastomeren und den dominierenden Fotopolymeren reicht die Auswahl heute bis zu High-tech-Kombinationen aus mehreren Schichten unterschiedlicher Funktion und Charakteristik. Auch die Reliefbildung, die eigentliche Herstellung des druckenden Reliefs, erfährt nach wie vor große Aufmerksamkeit seitens der betreffenden Systemhersteller und damit entsprechende Weiterentwicklungen.
Die Druckformen sind in jedem Druckverfahren ein Schlüsselelement. Nicht zuletzt geben sie ja den Verfahren den Namen. Gerade in der Tatsache, dass die Druckform des Flexodrucks noch nicht „ausgereift“ ist (Reife hier im Sinne von Stagnation), liegt eine der größten Stärken des Verfahrens, das noch viel Entwicklungspotenzial beinhaltet.
Die Trends weiterer Entwicklungen sind im Flexodruck so zahlreich, dass sie hier nicht ausreichend gewürdigt werden können. Ich möchte daher nur einige Stichworte aufzählen. Sie reichen von der Anwendung von Wasserfarben auf Folien, Automatisierung der Druckmaschinen und höhere Druckgeschwindigkeiten über feinere Raster, neue Druckformherstellungstechnologien mit großem Verbesserungspotenzial, Mehrfarbenseparationen, neue Rasterwalzenkonfigurationen und noch weiter zunehmendes Umweltbewusstsein bis hin zu Prozess-Standards. Letztere sind wohl das „heißeste“ Thema für den Flexodruck und alle anderen Verpackungsdruckverfahren, weil keines davon einen funktionierenden Prozess-Standard hat. Der Flexodruck wird voraussichtlich in Bälde einen wegweisenden Prozess-Standard bekommen, der bedeutend intelligenter und sinnvoller aufgebaut sein wird als die bisher bekannten Prozess-Standards. Auf diesem Gebiet wird der Flexodruck Vorreiter sein.
Martin Dreher
Schnelle Auftragsbearbeitung, geringe Einrichtungskosten sowie kleine bis kleinste Auflagen sind obligatorische Voraussetzungen in der Werbeartikelbranche. Viele Unternehmen setzen hier auf das Flexodruckverfahren insbesondere, wenn es um Verpackungen und Etikettierungen geht.
Martin Dreher, wissenschaftlicher Leiter des DFTA Flexodruck Technologiezentrum in Stuttgart, erklärt die Vorteile des Flexodrucks und gibt einen Ausblick auf weitere Entwicklungen.
Was den Flexodruck so stark macht, ist seine Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit an die ständig wechselnden Anforderungen des Verpackungsdruckmarktes.
Der Flexodruck ist eine Variante des Hochdruckprinzips, bei dem die druckenden Teile der Druckform, wie bei einem Stempel, erhaben sind. Allerdings verwendet er im Gegensatz zum althergebrachten Buchdruck, wie ihn Johannes Gutenberg angewendet hat, weiche, elastische Druckformen. Daraus entspringen zahlreiche Vorteile gegenüber dem Buchdruck, aber auch gegenüber anderen Druckverfahren.
Als relativ einfaches, aber dennoch qualitativ hochwertiges Druckverfahren hat sich der Flexodruck zwischen dem Offsetdruck und dem Tiefdruck sehr erfolgreich positionieren können. Der Tiefdruck, der ein noch einfacheres Druckprinzip aufweist als der Flexodruck, leidet an seiner aufwendigen, langwierigen und letztlich kostspieligen Druckformherstellung und kann nur eine sehr eingeschränkte Auswahl an Substraten bedrucken, die dann auch noch höher veredelt sein müssen.
Der Offsetdruck hat den Vorteil, dass Druckformen relativ einfach, schnell und kostengünstig hergestellt werden können. Er ist jedoch ein bei weitem komplexeres Druckverfahren als der Flexodruck, mit deutlich eingeschränkter Substrat-Palette, zahlreichen Unwägbarkeiten, hohem Regelaufwand, dementsprechend größeren Schwankungen in der Konstanz und höheren Ausschussraten als der Flexodruck.
Beiden Druckverfahren gegenüber hat der Flexodruck den unschätzbaren Vorteil, die unterschiedlichsten Materialien von einfachen Papieren bis zu Laminaten und von Kunststofffolien bis zur Wellpappe bedrucken zu können. Kein anderes industrielles Druckverfahren hat eine ähnlich große Bandbreite. Damit ist der Flexodruck das Verpackungsdruckverfahren für jeden Bedarf an Materialart, Menge und Druckqualität. Darüberhinaus setzt er hinsichtlich der Umweltfreundlichkeit Maßstäbe.
Die Entwicklung des Flexodrucks
Die vielfältigen Innovationen des Flexodrucks über die vergangenen Jahrzehnte hinweg haben ihn zu einem qualitativ hochwertigen und wettbewerbsfähigen Verfahren gemacht. Viele Verpackungen, für die noch vor wenigen Jahren der Tiefdruck „fest vorgesehen“ war, werden heute im Flexodruck gleichwertig und dabei flexibler hergestellt. Einen zusätzlichen Schub erhält der Flexodruck dabei durch den nach wie vor zunehmenden Trend zu Kleinauflagen, wie sie in der Werbeartikelbranche immanent sind, aber auch in anderen Branchen mehr und mehr gefordert werden.Ein besonderer Vorteil des Flexodrucks ist die Vielfalt der Ausgestaltungen von möglichen Druckformen. Wo andere Druckverfahren nur einen sehr geringen Gestaltungsspielraum bieten, kann der Flexodruck mit einer großen Vielfalt von Materialien aufwarten, die als Druckform einsetzbar sind. Angefangen bei den traditionellen Gummi-Elastomeren und den dominierenden Fotopolymeren reicht die Auswahl heute bis zu High-tech-Kombinationen aus mehreren Schichten unterschiedlicher Funktion und Charakteristik. Auch die Reliefbildung, die eigentliche Herstellung des druckenden Reliefs, erfährt nach wie vor große Aufmerksamkeit seitens der betreffenden Systemhersteller und damit entsprechende Weiterentwicklungen.
Die Druckformen sind in jedem Druckverfahren ein Schlüsselelement. Nicht zuletzt geben sie ja den Verfahren den Namen. Gerade in der Tatsache, dass die Druckform des Flexodrucks noch nicht „ausgereift“ ist (Reife hier im Sinne von Stagnation), liegt eine der größten Stärken des Verfahrens, das noch viel Entwicklungspotenzial beinhaltet.
Die Trends weiterer Entwicklungen sind im Flexodruck so zahlreich, dass sie hier nicht ausreichend gewürdigt werden können. Ich möchte daher nur einige Stichworte aufzählen. Sie reichen von der Anwendung von Wasserfarben auf Folien, Automatisierung der Druckmaschinen und höhere Druckgeschwindigkeiten über feinere Raster, neue Druckformherstellungstechnologien mit großem Verbesserungspotenzial, Mehrfarbenseparationen, neue Rasterwalzenkonfigurationen und noch weiter zunehmendes Umweltbewusstsein bis hin zu Prozess-Standards. Letztere sind wohl das „heißeste“ Thema für den Flexodruck und alle anderen Verpackungsdruckverfahren, weil keines davon einen funktionierenden Prozess-Standard hat. Der Flexodruck wird voraussichtlich in Bälde einen wegweisenden Prozess-Standard bekommen, der bedeutend intelligenter und sinnvoller aufgebaut sein wird als die bisher bekannten Prozess-Standards. Auf diesem Gebiet wird der Flexodruck Vorreiter sein.
Martin Dreher


Deutschsprachiger Flexodruck Fachverband e.V.